Augenlidstraffung

Die Korrektur der Schlupflider und Tränensäcke, auch Oberlid- und Unterlidstraffung genannt, zählt zu den dankbarsten Eingriffen im Bereich der Ästhetischen Chirurgie, da durch einen relativ geringen Eingriff große  Erfolge erzielt werden können. Diese Eingriffe können meist in Zürich (Zollikon) und in Schaffhausen in einem ambulanten OP im Kantonspital, aber auch in der Klinik Gut in St. Moritz durchgeführt werden. Ein Spitalaufenthalt ist hierfür nicht nötig.

Oberlidstraffung – Korrektur von Schlupflidern

Das ästhetische Erscheinungsbild des Gesichtes eines jeden Menschen ist sehr stark durch den Zustand der Augenlider geprägt. Wenn zum Beispiel die Lidplatten an den Oberlidern durch einen Gewebeüberschuss nur  zum Teil oder auch gar nicht mehr sichtbar sind (Schlupflider), entsteht unweigerlich ein „müder“ Gesichtsausdruck. Das betrifft nicht selten auch schon jüngere Menschen, bei denen dieses Problem genetisch bedingt ist. Meistens entstehen Schlupflider im Verlaufe des Lebens. Zugrunde liegt fast immer ein Überschuss des Augenringmuskels. Da die Oberlidhaut sehr eng mit diesem Muskel verbunden ist, führt der Überschuss dieses Muskels, der Schwerkraft entsprechend, zu einem Heruntersacken von Haut und Muskel, zum Teil bis über die Wimpern hinaus. Dies führt dann neben dem „müden“ Gesichtsausdruck auch noch zu einer Einschränkung des Gesichtsfeldes und zur schnelleren Ermüdung, z.B. bei Arbeiten am PC. Jede Falte im Oberlid entspricht einem Muskelbündel. Durch die enge Verzahnung zwischen der Oberlidhaut und dem Oberlidmuskel sind diese Muskelbündel oft gut von außen sichtbar. Insbesondere bei älteren Patienten sieht man diese Muskelbündel an den Oberlidern gut. Oft besteht zwischen beiden Oberlidern eine Asymmetrie innerhalb dieser Muskelbündel, die bei der Operationsplanung berücksichtigt werden muss.

Die Augenlidstraffung am Oberlid (Oberlidplastik, Oberlidstraffung) wird meistens ambulant in der Tagesklinik in Zürich (Zollikon)  und in Schaffhausen in einem ambulanten OP im Kantonspital in Lokalanästhesie (LA), oder auch in der Klinik Gut in St. Moritz durchgeführt. Zusätzlich wird über eine Infusion noch ein Medikament zur Beruhigung gegeben. Zunächst erfolgt eine genaue Analyse der Augenlidanatomie und vor der Operation die genaue Einzeichnung der Schnittlinien und Markierungen der Oberlid-Muskulatur und der Fettpolster.

Um langfristig ein schönes und natürlich wirkendes Resultat durch eine Oberlidstraffung zu erzielen, müssen neben dem Hautüberschuss meistens auch die Augenringmuskulatur reduziert und Fettpolster entfernt werden. Die Reduktion /Straffung der Augenringmuskulatur ist keine Anfängeroperation und sollte nur von einem sehr erfahrenen plastischen Chirurgen durchgeführt werden. Nur dadurch wird eine langfristige Abrundung der Lidplatte möglich und gewährleistet. Lidstraffungen, bei denen nur die Lidhaut ohne Muskulatur entfernt wird, sind nach ca. 2 Jahren schon meistens nicht mehr sichtbar und die betroffenen Patienten entsprechend enttäuscht.

Die Lidstraffung wird mit einer 3,5-fach vergrößernden Lupenbrille durchgeführt und endet mit einer sehr feinen Naht. Nach 5-7 Tagen können die Fäden entfernt werden.  Nach der Operation ruhen sich die Patienten im Aufwachraum noch ca. eine Stunde aus. Unterdessen werden die Lider gekühlt, um einer Schwellung vorzubeugen.

Zu bemerken ist noch, dass gelegentlich die eigentliche Ursache für das „Schlupflid“ eine abgesunkene Braue ist, die dann korrigiert werden sollte. Oft ist es nötig, insbesondere die äußere Braue anzuheben. Dazu wird ein kleiner Schnitt versteckt in den Haaren durchgeführt und dann eine innere Schicht, die mit der Braue zusammenhängt, freipräpariert und hochgezogen (Brauenlifting). Mit dieser eleganten Methode können, ohne sichtbare Narben, mehrere Millimeter der Braue angehoben werden.

Unterlidstraffung – Korrektur der Tränensäcke

Auch die Korrektur der Tränensäcke (Unterlidstraffung) wird meistens ambulant in der Tagesklinik in Zürich (Zollikon) und in Schaffhausen in einem ambulanten OP im Kantonspital oder in der Klinik Gut in St. Moritz in Lokalanästhesie durchgeführt. Häufig müssen die deutlich sichtbaren, prominenten Fettpolster, die zu den Tränensäcken führen und noch etwas Haut entfernt werden. Der Augenringmuskel, welcher für die Faltenbildung und zum Teil auch für Wulstbildungen verantwortlich ist, muss entsprechend gestrafft werden. Bei Tendenz zu „eingesunkenem Auge“ dürfen während der Unterlidstraffung keine Fettpolster entfernt werden. In diesem Fall werden die Unterlidfettpolster nach Mobilisation über den Unterlidknochen transferiert und am Knochen fixiert. Mit dieser Technik wird ebenfalls eine Unterlidstraffung erzielt, weil die Unterlidkonturen durch den Fett-Transfer geglättet werden. Zum Schluss wird eine feine Naht gesetzt und ein Verband mit Steristrips. Die Unterlidstraffung kann in einem Eingriff zusammen mit der Korrektur der Oberlidstraffung gemacht werden, jedoch muss dann mit vermehrtem Lymphödem gerechnet werden.