Brust allgemein

Damit eine Brustoperation , egal ob für Frau oder Mann, gelingt und die jeweiligen Wünsche der Patienten bestmöglich erfüllt werden können, erfordert es viel plastisch-chirurgisches, dreidimensionales Vorstellungsvermögen, langjährige Erfahrung und viel Sensibilität und Einfühlungsvermögen.

Wie bei jeder Operation, ist es auch hier sehr wichtig im Vorfeld genau abzuklären wie die Erwartungshaltung der Patienten ist und was realistisch durchführbar ist. So kann beispielsweise dem Wunsch einer jungen Frau nach einer Brustvergrösserung um gleich mehrere Körbchengrössen nicht immer nachgegeben werden, da das Risiko für Komplikationen zu hoch wäre. Dabei spielt die gegebene anatomische Situation eine sehr grosse Rolle. Z. B. wäre es fast strafbar, wenn ein plastischer Chirurg einer zarten schmal gebauten Patientin ein Brustimplantat einsetzten würde, dass die anatomischen Verhältnisse bei weitem überfordern würde. Die Folge wären Kapselbildungen und Infektionen etc..

Das Ziel eines Brustaufbaus ist ein natürliches Resultat, dass ohne grosses Risiko für die Patientin erreicht werden kann. Das Dekolleté soll wieder gefüllt und die Haut straff sein mit einer guten natürlichen unteren Abrundung und Fülle. Je nach Durchmesser des Thorax und Grösse der Muskulatur stehen unterschiedliche Implantatformen zur Verfügung. Die Qualität der verwendeten Implantate ist extrem wichtig und erlauben keinerlei Kompromisse. Aus diesem Grunde werden nur sehr hochwertige, in den USA zugelassene, Implantate der Firma Mentor mit lebenslanger Garantie verwendet.

Bei den Brustverkleinerungen und Bruststraffungen muss ebenfalls im Vorfeld geklärt werden wie die Erwartungshaltung und die medizinischen Anforderungen sind. Brustverkleinerungen sind oft auch medizinisch indiziert, da die betroffenen Patientinnen durch das zusätzliche Gewicht Rücken- Nackenbeschwerden haben. Die Behandlung der Gynäkomastie beim Mann hat zum Ziel die überschüssige Brust zu entfernen.

Bruststraffungen werden meist aus ästhetischen Gründen durchgeführt, selten zahlen die Krankenkassen etwas daran.

Nach Entfernung einer oder beider Brüste wegen Brustkrebs können Brustrekonstruktionen durchgeführt werden, oft auch in gleicher Sitzung mit der Tumorentfernung/Brustentfernung. Hier erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit den behandelnden Onkologen. Die individuell für die Patientin beste Option der Brustrekonstruktion (mit Eigengewebe/Implantat) wird dann in interdisziplinärer Absprache und der Patientin geplant.